FESTUNG DOBROŠOV

 

Öffnungszeit:

  • Mai-September in ausserhalb Mo. 10:00-12:00 13:30-18:00 (mit Reiseführer), letzte Führung vor der Schliessung: 17,00
  • April, Oktober in ausserhalb Mo. 10:00-12:00 13:30-16:00 (mit Reiseführer), letzte Führung vor der Schliessung: 15,00
  • ganzjährig ganztägig (nach Vereinbarung nur für Gruppen)
  • Besichtigungsdauer: 60 – 70 min.

  

 

 

 

Die Festung von Dobrošov ist ein Teil der langen Kette der Befestigung, welche vor einem voraussichtlichen Ansturm des deutschen Heeres zu Beginn des 2. Weltkrieges schützen sollte. Den Besuchern sind die Artilleriebastei und das System der unterirdischen Gänge und Räume zugänglich.

Name

Lage

Stand (1938)

Bunker

Dobrošov

 Dobrošov 622

Im Bau befindlich

7

 

Eingagng Bunker

Infanterie Bunker

Artilerie Bunker

Artilerie Turm

Minomet Turm

Besatzung

1

2

2

1

1

571

 

Das Bollwerk Dobrošov gehört zu den baulich nicht beendeten Objekten und wegen seiner guten Lage wurde es im Jahre 1968 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Komplex besteht aus 7 Betonobjekten der höchstein Klasse der Winderstandsfähigkeit und ist auf einem riesigen Hügel über der Kreisstadt Náchod in der Nachbarschaft zur Gemeinde Dobrošov plaziert. Der felsige Berg versteckt rund 2 km unterirdischer Gänge, welche die einzelnen Objekte untereinander verbinden. Auf der Oberfläche sind jedoch von der ganzen Festung nur drei Objekte sichtbar – die Artilleriestellung „Zelený“, die Führer- und Infanteriestellung „Můstek“ und die Infanteriestellung „Jeřáb“ (Kranich), die als einzige eine 25 Mann Besatzung in der Zeit der Mobilisierung im September 1938 hatte.

 

Das Eingangsobjekt plaziert an einer Schichtenlinie in der Nähe des heutigen Parkplatzes wurde nicht beendet. Durch dieses Objekt sollte das ganze Bollwerk aus der Etappe versorgt werden.

 

Die Artilleriestellung „Amerika“, ein drehbarer Geschützturm und ein Minenwerferturm sind weitere Objekte die nicht beendet wurden. An ihren Plätzen sind heute nur Aufschüttungen mit Pflanzenbewuchs.

 

Die Arbeiten begannen im September 1937 und wurden auf der Grundlage des Münchner Abkommens in September 1938 abgebrochen.

Am Anfang arbeiteten hier 490 Arbeiter in drei Schichten. Die Baustelle betrieb die private Baufirma Kapsa-Müller, die diesen Auftrag in einem Ausschreibungsverfahren erhielt. Die Baustelle finanzierte die Armee. Da das Náchoder Gebiet nicht zu den Sudeten gehörte, fiel die Festung Dobrošov auch nicht, nach der Beschlagnahme der Grenzgebiete im Oktober 1938 unter deutsche Verwaltung. Dazu kam es erst nach der Besetzung der gesamten Republik am 15. März 1939. In der Zeit des Protaktorats war die Festung geschlossen. Nach dem Jahre 1945 war sie verlassen bis in die 60ger Jahre, als die Armee die Festung zu Museumzwecken übergab.

 

 

 

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